WIE ARBEITET DIE GRAPHOLOGIN?

Graphologisches Arbeiten erfordert Lebenserfahrung und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Um graphologisch tätig zu sein, bedarf es jahrelanger Schulung und Weiterbildung.

Beim Blick auf ein Schriftstück werden auch beim Unerfahrenen Assoziationen geweckt, die Schrift kann z.B. temperamentvoll oder antriebslos, großspurig oder bescheiden, sympathisch oder unsympathisch erscheinen.

So erfasst der Graphologe zuerst eine Schrift ganzheitlich. Wie steht sie im Raum (auf dem Papier), ist ihr Gesamtbild harmonisch oder gibt es Auffälligkeiten, ist der Strich sauber oder gibt es Störungen? Erst dann werden die Einzelmerkmale wie z.B. Größe, Druck, Schriftlage, Tempo, Verhältnis der Ober- und Unterlängen sowie des Mittelbandes betrachtet und in das Gesamtbild eingefügt. Abgerundet wird das Bild durch tiefenpsychologische Aspekte, z.B. Ich-Verhalten und Selbstgefühl, Introversion oder Extraversion und verschiedene Persönlichkeitstypologien.

Nach der Analyse erfolgt die schwierigste Aufgabe für den Graphologen. Die Erkenntnisse aus den Merkmalen müssen im Gutachten als eine Entwicklung des Ganzen erscheinen, nicht als Einzelheiten aufgereiht. Daraus ergibt sich ein Gesamtbild des Schreibers. Die Aussagen müssen so formuliert sein, dass der Auftraggeber sie versteht.

Schriftprobe